mm1 veröffentlicht White Paper zur Digitalisierung im Auto

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Sitzt die deutsche Automobilindustrie in Zukunft noch am Steuer?

Stuttgart, 8. September 2015 Die Digitalisierung im Auto verändert die Wettbewerbslandschaft und stellt die deutsche Automobilindustrie vor große Herausforderungen. Wie kann diese ihre Führungsposition weiter behaupten und mit der Digitalisierung Wettbewerbsvorteile erzielen? Das auf Connected Business spezialisierte Beratungsunternehmen mm1 benennt in seinem White Paper zur Digitalisierung im Auto vier Aktionsfelder zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie.

Nach zögerlichem Beginn ist die Digitalisierungswelle in der Automobilindustrie angekommen. Der Wertschöpfungsanteil der Informations- und Kommunikations-technologie (ICT) steigt sowohl im Fahrzeug selbst als auch durch den zunehmenden Einsatz von mit dem Fahrzeug verbundenen IT-Systemen. Die Wertschöpfung wettbewerbsstarker Hersteller in der Automobilindustrie wird sich deutlich in Richtung Informationstechnologie verschieben.

Aus Sicht von mm1 sind vier Aktionsfelder entscheidend, um die Führungsposition der deutschen Hersteller zu sichern und Deutschland als “Automobilstandort 2.0” zu etablieren.

Aktionsfeld 1: ICT-Herausforderungen
Die Automobilhersteller müssen entscheiden, welche digitalen Kompetenzen in Zukunft bei ihnen selbst vorhanden sein müssen und welche Kompetenzen sie an strategische ICT-Partner abgeben können. Zudem muss sich die Automobilindustrie darauf einstellen, dass ICT-Unternehmen eine ähnliche und langfristige Rolle in ihrer Wertschöpfungsketten einnehmen wie die traditionellen Automobilzulieferer. Die Partnering-Strategien gilt es über den gesamten Produktlebenszyklus anzupassen.

Aktionsfeld 2: Globale und Automotive-konforme Konnektivität
Eine große Herausforderung für das digitalisierte Auto ist die Bereitstellung von globaler Konnektivität. Hier sind globale Roaming-Vereinbarungen ein wichtiger Faktor. Zudem gilt es, die Kosten der Datenkommunikation zwischen Fahrzeug und Backend durch entsprechende globale Verträge in Grenzen zu halten und die Aktivierung und Aufrechterhaltung der eSIM-basierten Konnektivität im Fahrzeug länderübergreifend möglichst einfach auszugestalten.

Mit zunehmender funktionaler Integration von Backends in graue und bunte Dienste und insbesondere in teil- und vollautomatisierte Assistenzsysteme ergeben sich zudem neue Anforderungen an die Mobilfunkkommunikation. Hier sollten Automobilhersteller auf neue Kommunikationsstandards Einfluss nehmen und die Zusammenarbeit mit den großen Telekommunikationsallianzen suchen.

Aktionsfeld 3: Datenhandling und gesetzliche Rahmenbedingungen
Der Umgang mit Daten, Dateneigentum und den weltweit heterogenen gesetzlichen Anforderungen ist eine der zentralen Herausforderungen für die Digitalisierung der Automobilbranche. Insbesondere die Bedenken der Fahrer zum Thema Datenverwendung können ein Stolperstein für die Kundenakzeptanz sein.

Die derzeitige Unsicherheit in Bezug auf Dateneigentum und -verwendung eröffnet für deutsche Automobilbauer die Chance, durch eine transparente und sichere Vorgehensweise künftig ein Alleinstellungsmerkmal und einen echten Wettbewerbsvorteil zu generieren. Insbesondere bei kommerzialisierbaren Daten im Rahmen datenbasierter Geschäftsmodelle ist Transparenz zu schaffen.

Aktionsfeld 4: Start-up-Landschaft und Automotive-Ecosystem verbessern
Um den Stellenwert Deutschlands als Innovationsland im Automobilsektor zu erhalten, ist auch ein förderliches Innovationsklima rund um digitale Themen zu schaffen. Denn nur so wird es möglich sein, interdisziplinäre Top IT-Spezialisten für Themen rund um die Mobilität der Zukunft anzulocken. Derzeit sind deutsche Start-ups im Bereich Automotive größtenteils konservativ in den Bereichen Mobilität, Car Sharing, Gebrauchtwagen und Reparatur aufgestellt.

Fazit
“Um Deutschland als führenden Automobilstandort zu erhalten, ist es notwendig, die ICT-Innovation im Automotive-Ecosystem in Deutschland nachhaltig zu stärken und die Verschmelzung von ICT und Automotive aktiv voranzutreiben”, so Volker Scholz, geschäftsführender Partner bei mm1. “Dies verlangt einerseits die notwendige digitale Reife und das Verständnis der Digitalisierung dieser Branche, aber auch die Bereitschaft zielgerichteter Aktivitäten seitens der Automobilindustrie sowie auf politischer Ebene.”

Über mm1
Die Unternehmensberatung mm1 ist spezialisiert auf Connected Business. Mit derzeit fünfzig Beratern unterstützt mm1 große Unternehmen, die allgegenwärtige Vernetzung von Menschen und Dingen erfolgreich in neue Angebote und effiziente Abläufe zu übersetzen. mm1 begleitet bei der Entwicklung, Umsetzung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen für eine zunehmend digitale Welt. Das Beratungsangebot reicht dabei von der Bearbeitung strategischer Fragen bis zur Sicherstellung der effizienten operativen Umsetzung, von der Konzeption neuer Geschäftsmodelle bis zur Anpassung bestehender Prozesse und Strukturen. Renommierte Unternehmen aus den Branchen Telekommunikation, Medien, Unterhaltungselektronik und Automobilbau zählen zum Kundenkreis von mm1. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und hat seinen Firmensitz in Stuttgart. Mehr Informationen unter www.mm1.de.

Kontakt
mm1 Consulting & Management PartG
Cordula Hoffmanns
Königstr. 10c
70173 Stuttgart
+49 (171) 5539147
[email protected]
http://www.mm1.de

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