Das Kassandra-Prinzip:

Nichts sehen, nichts hören, nichts tun!

Das Kassandra-Prinzip:

(Bildquelle: 2 Change)

Der Gott Apollon war von Kassandras Schönheit sehr angetan und verlieh ihr die Gabe der Weissagung. Als sie sich jedoch seinen Verführungskünsten widersetzte, verfluchte er sie, auf dass niemand mehr ihr Glauben und Gehör schenken würde. So warnte sie vergeblich vor dem trojanischen Pferd – der Untergang Trojas ist Geschichte… “Leider ist der “Kassandra-Ruf´ noch immer nicht Geschichte.”, weiß Karin Probst von 2-Change . “Tagtäglich erfahren engagierte Mitarbeiter, dass ihr Warnen oder ihre Bedenken nicht gehört werden – und sie sogar empfindliche Folgen für ihre Karriere oder ihre Beziehungen auf sich nehmen müssen, wenn sie das ansprechen, was eigentlich so gar nicht sein kann.” Zwei Beispiele aus dem Alltag verdeutlichen, wie Zeit und Energie verschleudert werden und viel Leid entsteht:

Ein Software Ingenieur entwickelte vor ca. 15 Jahren eine Software für ein weltweit agierendes Unternehmen. Seit sieben Jahren mahnt er an, dass dringend Verbesserungen nötig wären. Niemand hört hin. Er bringt sich über sein permanentes Mahnen und Ausbessern der Schwachstellen ins gesundheitliche Aus: Seit 3 Wochen ist er in einer Burnout-Klinik…

In einem Unternehmen wird die Einführung in die systemische Grundhaltung beschlossen. Schnell zeigen sich die blinden Flecken von Seiten der Führung. Leider will kein Mitarbeiter diese außerhalb des Coachings benennen. Der Prozess stagniert. Niemand findet den Mut, das öffentlich auszusprechen, was alle in den Raucherecken munkeln – und da der Coach nichts ohne Entbindung der Schweigepflicht sagen kann, geht”s nicht weiter. Aber zu oft hat man in diesem Betrieb schon die Erfahrung machen müssen, dass man besser die Klappe hält…

“Es wäre ein leichtes, noch mehr dieser Begebenheiten zu schildern.”, so Karin Probst, die als zertifizierter Business-Coach internationale Unternehmen und Institutionen in der Stress- und Burnout-Prävention begleitet und das KompetenzNetz Burnout e.V. gegründet hat. “Als Coach begegnet man diesen Geschichten, in denen Menschen lernen müssen, das auszuhalten, was eigentlich nicht auszuhalten ist, täglich. Man trifft Menschen, denen die Effizienz und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens am Herzen liegen – aber keiner fragt – oder hört hin. Und genau dies führt bei den Betroffenen zur Frustration und Verbitterung – bis hin zu gesundheitlichen Einbußen.”

Zeit für eine neue Kultur: Lösungen finden durch Wahr-nehmen
Wie kann man ausrechnen, was dadurch verloren geht, dass man diesen Menschen nicht nur nicht zuhört, sondern sie als Bote der schlechten Nachricht ablehnt oder ihnen das Leben schwer macht? Was passiert, dass kluge Menschen nicht mehr die Bereitschaft haben, den guten Gründen des anderen zuzuhören und gemeinsam eine Lösung zu finden, die für beide tragbar ist? Dazu Karin Probst: “Dieser Krieg des Alltäglichen, in dem die Kontrahenten die gleichen Argumente mit wechselnder Lautstärke vortragen, um den Gegner von der eigenen Meinung zu überzeugen, ähnelt den Glaubenskriegen aller Zeiten und Religionen. Immer, wenn einer meint, nur er habe Recht und der andere nicht, kann nichts Gutes entstehen.” Wie kann man also in Unternehmen eine Kultur errichten, in der die verschiedenen Facetten einer Wirklichkeit gehört werden?

Einsehen durch den “Perspektivwechsel”
Max Frisch hat in seinen Tagebüchern sinngemäß geschrieben, dass die Wirklichkeit wie ein Prisma ist, mit sehr vielen Facetten – und die Zeit leider immer nur eine Facette beleuchtet. “Wenn man also eine Gesprächskultur erzeugen könnte, in der jeder fürs erste seine Facette beleuchten kann – ganz ohne Gegenargumente oder Abwertungen – dann würde das zwar erst einmal Zeit in Anspruch nehmen, aber hinterher so viel Zeit sparen.”, erklärt Karin Probst. “Dadurch kommen die Kriterien einer guten Lösung oder auch die guten Gründe, warum man eine scheinbar attraktive Lösung nicht annehmen kann, auf den Tisch. Und erst dann, wenn alle Informationen sichtbar sind, kann das stattfinden, was man im Systemischen den “Perspektivwechsel” nennt: Ein “Einsehen” kann beginnen – statt langen Argumentationen der Verteidigung oder gegenseitiger Beschämung und Beschuldigung.”

To change bedeutet die Initiierung eines tief greifenden Veränderungsprozesses im Spannungsfeld Organisation, Privatleben und der individuellen Persönlichkeit. In aufeinander abgestimmten Modulen unterstützt Karin Probst diese Veränderungsprozesse mit Beratung, Training, Coaching und Blended Learning Transferbegleitung. Als zertifizierter Business-Coach setzt die Spezialistin für Burnoutprävention nach Absprache dort an, wo Sand im Getriebe sein könnte: Ob an persönlichen oder strukturellen Faktoren. Ziel ist es, eine Unternehmenskultur zu entwickeln und trainieren, in der Mitarbeiter und Unternehmen gesund bleiben.

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