Wie geht man mit so einer Nachricht um? Man liest sie, liest sie nochmal – und blinzelt. Nicht, weil man sich nicht sicher ist, ob es stimmt. Sondern weil sie alles sagt, was man sonst nur in Leserbriefen oder am Kneipentisch hört – nur eben als politische Forderung, schwarz auf weiß. Wie das Portal „oe24″ vermeldet, will die neu gegründete Moslem-Partei Österreichs ein jährlich stattfindendes Ramadan-Fest – und zwar nicht irgendwo in der Peripherie, nicht im Park, nicht in einer Moschee, sondern mitten auf dem Wiener Rathausplatz. Der Ort, an dem sonst der berühmte Christkindlmarkt steht. Und der wie kaum ein anderer für das kulturelle Selbstverständnis Wiens steht.
Der Vorstoß ist mehr als nur die Forderung nach einem Event – er ist ein Statement. Und wer glaubt, das betreffe nur Österreich, der sollte besser genau hinsehen. Denn der Trend, der hier sichtbar wird, betrifft uns alle: Die Religion, die man uns jahrelang als rein privat verkauft hat, formiert sich zur politischen Kraft. Nicht nur durch Lobbygruppen oder islamische Verbände, sondern ganz offen – als Partei. Mit Forderungen, die längst nicht mehr bloß Integration betreffen, sondern das Selbstverständnis der Gesellschaft.
Und damit beginnt das große Missverständnis.
Denn viele reagieren auf solche Entwicklungen mit der alten Formel: Die werden sich schon anpassen. Man kennt das Argument. Es schwebt wie eine Betäubungsglocke über jeder Integrationsdebatte. Weil es beruhigt. Weil es angenehm klingt. Und weil es jahrzehntelang funktioniert hat – zumindest bei Italienern, Griechen, Polen, Vietnamesen. Doch bei der muslimisch geprägten Zuwanderung sehen die Signale anders aus. Nicht überall, nicht bei jedem – aber eben sichtbar genug, um die alte Formel zu hinterfragen.
Was, wenn sich nicht sie anpassen – sondern wir?
Ein Ramadan-Fest auf dem Rathausplatz ist kein Zeichen der Anpassung an westliche Werte. Es ist ein Zeichen politischer Machtdemonstration. Und die funktioniert nur, wenn sie sich ihrer demografischen Basis sicher ist. Genau hier liegt der Knackpunkt. Die Geburtenrate muslimischer Familien liegt in Deutschland wie in Österreich deutlich über der der einheimischen Bevölkerung. In Österreich zeigen aktuelle Zahlen, dass muslimische Frauen im Schnitt fast doppelt so viele Kinder bekommen wie nicht-muslimische Österreicherinnen. In Deutschland sprechen Studien von 2,3 Kindern je muslimischer Frau – gegenüber rund 1,3 Kindern bei der Gesamtbevölkerung ohne Migrationshintergrund.
Zahlen allein sind noch keine politische Kraft. Aber in Verbindung mit kultureller Geschlossenheit, religiöser Identität und politischer Organisation entsteht etwas, das unsere Gesellschaft bisher nicht kannte: eine selbstbewusste Parallelidentität mit wachsender demografischer Relevanz.
Das ist kein Alarmismus. Es ist eine Feststellung. Und wer glaubt, das sei ein rein österreichisches Phänomen, sollte sich erinnern, dass in Deutschland inzwischen selbst Ministerpräsidenten öffentlich von Rücksicht auf den Ramadan sprechen – etwa bei der Planung von Schulaufgaben oder Sitzungen. Dass Kindergärten Schweinefleisch vom Speiseplan streichen. Dass in Berlin Moscheen den öffentlichen Muezzinruf testen. Alles in kleinen, lokal begrenzten Schritten. Aber in Summe entsteht daraus ein Bild.
Ein Bild, das weniger von Integration erzählt als von Rückzug der Mehrheitsgesellschaft.
Man muss diesen Entwicklungen nicht mit Feindseligkeit begegnen, aber mit klarem Blick. Wer die Augen schließt und auf die alte Mär vom Anpassen von selbst hofft, läuft Gefahr, in einem Land zu erwachen, das sich leise, aber grundlegend verändert hat – nicht durch Eroberung, sondern durch Selbstverleugnung. Aus Angst, intolerant zu wirken. Aus falsch verstandener Toleranz.
Ja, Muslime haben das Recht, ihre Religion zu leben. Ja, sie dürfen feiern, fasten, glauben, beten. Aber wenn daraus politische Forderungen werden, die das öffentliche Gesicht unserer Städte prägen sollen – dann betrifft das nicht nur eine Minderheit. Dann betrifft das uns alle.
Vielleicht wird es nie dazu kommen. Vielleicht doch. Aber schon die Tatsache, dass es gefordert wird, ist ein Weckruf. Einer, den man nicht mit dem Satz beantworten sollte: Sie werden sich schon anpassen. Denn vielleicht ist es längst zu spät für diese Hoffnung.
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