Was läuft da hinter den Kulissen der Macht? Laut Informationen, die mir von Greisen aus dem Kanzleramt zugespielt wurden, ist das, was bislang wie ein loses Gerücht klang, offenbar nur die halbe Wahrheit. Denn der politische Kuhhandel, den sich Union, SPD und Grüne ausgedacht haben, hat es in sich: Nicht nur Außenministerin Annalena Baerbock soll mit Unterstützung von Friedrich Merz ins Ausland weggelobt werden zur UNO nach New York – auch Robert Habeck soll als Wirtschaftsminister unter der geplanten neuen rot-schwarzen Koalition bleiben, obwohl die Grünen eigentlich aus der Regierung ausscheiden.
Was zunächst klingt wie ein schlechter Scherz, ist in Wahrheit offenbar ein zäh eingefädelter Deal, der bereits vor Wochen ausgeheckt wurde. Der erste Teil davon war früh durchgesickert: Baerbocks Wechsel zur UNO – gedeckt von CDU und SPD, um das Auswärtige Amt frei zu machen. Doch jetzt wurde auch der zweite Teil des Geheimdeals bekannt: Habecks Verbleib im Wirtschaftsministerium als Preis für die grüne Zustimmung zur Verfassungsänderung bei der Schuldenbremse.
Ein hochrangiger CDU-Politiker bestätigte auf Nachfrage unter der Zusicherung absoluter Anonymität: „Was ist denn dabei? Posten schachern tun doch heute alle. Und für die Sache war es wichtig. Wir brauchten die Mehrheit – also haben wir geliefert.“Noch deftiger klingt es aus dem grünen Lager. Ein Vertrauter von Habeck, der schon länger zum linken Flügel zählt, sagte wörtlich: „Ich bin heilfroh, dass wir die CDU hier so übers Ohr gezogen haben. Nach außen gibt es jetzt ein schwarzes Aushängeschild in der neuen Regierung – aber wir haben weiter das Sagen. Niemand in der Union hat kapiert, wie stark die Verwaltung grün geprägt ist. Wir müssen nur still lächeln.“
Auch intern scheinen die Rollen längst verteilt: CDU und SPD dürfen sich in der kommenden Legislaturperiode als Retter der Stabilität feiern lassen – während Habeck im Wirtschaftsministerium weiter am Umbau des Landes arbeitet. Laut Insidern soll er im Gegenzug auf medienwirksame Leuchtturmprojekte verzichten, um sich politisch weniger angreifbar zu machen. „Weniger Poesie, mehr Pragmatismus“ – so soll es hinter verschlossenen Türen geheißen haben.
Habecks verbale Pirouette
Dass der Deal pikant ist, bestreitet niemand. Doch öffentlich will ihn natürlich niemand bestätigen. Regierungssprecher Hebestreit erklärte auf Anfrage nur knapp, man äußere sich nicht zu „vermeintlich internen Verabredungen“. Das Wirtschaftsministerium verwies auf eine „laufende, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften“.
Robert Habeck selbst wirkte am Montag beim kurzen Auftritt vor der Presse auffällig entspannt. Als ein Reporter wissen wollte, wie er persönlich zu seiner Weiterbeschäftigung unter einer schwarz-roten Regierung stehe – und ob er sich als grüner Minister nicht deplatziert fühle, schwieg Habeck kurz, blickte ins Mikrofon und sagte dann: „Ich verstehe mein Amt nicht als Ort des Beharrens, sondern als Transitfunktion eines Verantwortungsparadoxons, das sich zwischen innerer Müdigkeit und äußerem Erwartungsdruck aufspannt. Und wenn man dort bleibt, wo man nicht mehr sein will, bleibt man manchmal genau richtig.“
Übersetzt heißt das offenbar: Er hat eigentlich keine Lust mehr, fühlt sich aber verpflichtet – und bleibt im Ministerium, um sich für das Land „aufzuopfern“.
Dann wurde er gefragt, ob es ihn nicht wundere, dass Friedrich Merz ihn plötzlich nicht mehr kritisiere, antwortete er mit einem halben Lächeln: „Manchmal ist das Leben kompliziert. Und manchmal passt es halt.“
Tja. Und manchmal ist der Kalender schuld. Denn sehen Sie nach: Heute ist der 1. April.
Aber ganz ehrlich: So bizarr ist das alles gar nicht mehr. Diese Geschichte hat es jedenfalls nur mit hauchknappem Vorsprung auf Platz 1 meiner Aprilscherz-Topliste 2025 geschafft – und wie jedes Jahr ist nur der Spitzenreiter einen eigenen Artikel wert. Gerade weil viele Kollegen inzwischen lieber auf Nummer sicher gehen, zum Lachen in den Keller steigen oder sich gar keine Scherze mehr trauen, setze ich bewusst ein Gegenzeichen. Ich mag keine sterilen Medien. Ich mag’s lebendig. Und hier, exklusiv für Sie, die acht Aprilscherze, die es dieses Jahr knapp nicht auf Platz 1 geschafft haben – aber verdammt nahe daran waren:
1. Ramadan-Feiertag für Wien: Christi Himmelfahrt wird neutralisiert.
2. Gender-Bahnansage: Elf Anredeformen, Durchsage dauert 37 Sekunden.
3. Lauterbach wird SPIEGEL-Chef: Kolumne „Die stille Pandemie – Lachen“.
4. Kinder gendern sich selbst: Rosa, blau, divers – je nach Tagesform.
5. Bargeldverbot ab 50 Euro: Kampf gegen Barfreunde und Schwarzgeld.
6. Virologen-Denkmal in Berlin: Mit Glocke für „Solidaritätston“.
7. ARD startet Kindersendung mit Greta: „Greta klärt auf!“ – über Wohlstand.
8. Verwechslung im Kanzleramt: Habeck wird Lesch, Lesch wird Habeck.
„UN-fähig“ in New York: Wie Merz Baerbock peinlich nach oben rettet – und was dahinter steckt.
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Bild: penofoto / Shutterstock.com
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