„Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es unmöglich, eine Massenevakuierung der Stadt Gaza auf sichere und würdevolle Weise durchzuführen“, erklärte IKRK-Chefin Mirjana Spoljaric in einer Mitteilung.
Eine solche Umquartierung der Menschen aus dem Norden in den Süden würde eine massive Bevölkerungsbewegung auslösen, die kein Gebiet im Gazastreifen auffangen könnte. Nach Spoljarics Worten ist die zivile Infrastruktur in dem Gebiet weitgehend zerstört. Außerdem gebe es einen „extremen Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser, Unterkünften und medizinischer Versorgung“.
Die Bedingungen für eine vom humanitären Völkerrecht gedeckte Evakuierung der Bevölkerung seien derzeit nicht gegeben, sagte Spoljaric weiter. Diese sei deswegen derzeit „nicht nur undurchführbar, sondern auch unverständlich“.
Israel betont, als Vorbereitung auf die geplante militärische Einnahme der Stadt Gaza bereits Vorkehrungen für die Umquartierung der Einwohner getroffen zu haben. Zelte seien geliefert worden, zudem liefen die Vorbereitungen für die Einrichtung humanitärer Hilfszentren, sagte zuletzt ein Militärsprecher. Im Süden des Gazastreifens stünden „weitläufige freie Flächen“ zur Verfügung.
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