Hans-Georg Maaßen für Tichys Einblick
Kennen Sie das „Büro 121“, den nordkoreanischen Geheimdienst für Cyberangriffe? Oder den indischen Forschungs- und Analyseflügel, den Mossad (Institut für Aufklärung) und die CIA (Zentralamt für Intelligenz)? Geheimdienste treten selten offen auf, sondern als Behörden, Firmen oder Journalisten. Ihre Mitarbeiter verbergen ihre Identität, auch privat, und wählen bei Operationen passende Rollen – oft Wissenschaftler oder Journalisten, da Neugier hier normal ist. Manche nutzen Tarnfirmen oder Pseudoinstitute, andere arbeiten in großen Unternehmen getarnt.
Es gibt formelle Geheimdienste, die sich so nennen, und materielle: Wer geheimdienstlich arbeitet, ist einer, egal wie er sich tarnt. Hans-Georg Maaßen, Ex-Verfassungsschutzchef, schreibt bei Tichys Einblick über Correctiv als Beispiel. Die Organisation nennt sich gemeinnützige Redaktion für investigativen Journalismus, doch Maaßen sieht mehr. Im Januar 2024 veröffentlichte Correctiv „Geheimplan gegen Deutschland“ über ein Treffen in Potsdam 2023 mit AfD-Politikern, dem rechtsextremen Autor Martin Sellner und anderen. Correctiv sprach von einem Plan zur Zwangsrückführung von Migranten, auch Deutschen, und zog Parallelen zur Wannseekonferenz 1942.
Dies löste eine „Gegen Rechts“-Kampagne aus, unterstützt von Medien, linker Szene, SPD, Grünen und Politikern wie Scholz. Massendemonstrationen folgten, während Bauernproteste ignoriert wurden. Correctiv schleuste einen Mitarbeiter ins Hotel ein, der das Treffen nicht besuchte, aber Details lieferte – ein Hinweis auf Abhörung, was Correctiv abstritt. Gerichte widerlegten später zentrale Behauptungen: Es ging um Sellners Buch, nicht Deportationen.
Correctiv hat enge Regierungskontakte, etwa durch ein Treffen mit Scholz vor dem Event. Mitglieder wie David Schraven arbeiteten regierungsnah, und Themen wie Rechtsextremismus passen zur Ampel-Regierung. Direkte Weisungen fehlen, doch Finanzierung und Fokus auf Regierungsgegner deuten auf Einfluss hin. Maaßen sieht hier keinen Journalismus, der Herrschende kontrollieren soll, sondern geheimdienstliche Arbeit gegen Oppositionelle – typisch für autoritäre Staaten.
Correctiv wird als materieller Geheimdienst beschrieben, der unter journalistischer Tarnung Gegner der linken Politik medial bekämpft. Es unterstützt Kampagnen, unabhängig von Wahrheit, für maximale Wirkung – eine Zersetzungstechnik, die Herrschende schützt und Gegner einschüchtert. Maaßen zufolge ist Correctiv nicht allein: NGOs und Medien, verflochten mit linken Parteien, bilden ein Netz quasistaatlicher Geheimdienste, die Gegner angreifen.
Dieser Missbrauch gefährdet die Demokratie. Maaßen fordert, solche Strukturen zu enttarnen, zu verbieten und ihre Finanzierung zu stoppen. Politiker, die sie dulden, sollten strafrechtlich belangt werden, da eine Demokratie, die Geheimdienste gegen Gegner einsetzt, autoritär wird.
Die ganze Story von Dr. Maaßen bei Roland Tichy
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Author:
Alexander Wallasch