Berlin/Bonn (ots)
Der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Achim Steiner, warnt vor den Folgen der Kürzungen bei Geldern für die Entwicklungshilfe. Bei phoenix sagte Steiner: „Es werden [….] aufgrund der Kürzungen, die jetzt stattgefunden haben, Hunderttausende von Menschen in den nächsten Jahren sterben.“ Man solle sich vor Augen halten: „Hier geht es wirklich auch um Leben und Tod, aber genauso um Zukunft, um Sicherheit in unserer Zukunft.“ Bei Entwicklungshilfe gehe es einerseits um Solidarität, aber auch um die wirtschaftliche Zukunft. „Das Investieren heute, zum Beispiel in die Energieversorgung, in den Ausbau der Energieinfrastruktur Afrikas, ist ja im Grunde auch eine Investition in die eigenen Märkte von morgen“, sagte der derzeit ranghöchste deutsche UN-Beamte. Ein weiteres Thema sei Stabilisierung. „Wir haben in vielen Regionen heute eine Polarisierung, Extremismus nimmt zu. Wenn wir jetzt Mittel kürzen, werden wir das erleben, was wir auch vor zehn Jahren erlebt haben, als wir Mittel der humanitären Hilfe kürzten, Menschen verzweifeln in Flüchtlingslagern, sie packen ihre Sachen und sie werden zu Migranten oder Flüchtlingen in ganz anderen Regionen der Welt.“
Es gehe bei der Entwicklungszusammenarbeit auch um Themen, die für die langfristige Sicherheit Europas relevant seien, wie etwa den Klimawandel, aber auch um kurzfristige Risiken wie beispielsweise eine Pandemie. „In dem Moment, wo wir uns mit internationaler Zusammenarbeit nicht mehr daran beteiligen, die Institutionen, die Frühwarnsysteme, die Ausbildung, aber auch manchmal die Unterstützung von Programmen in Ländern zu finanzieren, die es sich selber nicht leisten können, verringern wir die Kapazitäten, mit diesen Krisen umzugehen“, sagte Achim Steiner. Hier könne mit „relativ begrenzten Beträgen“ viel geleistet werden.
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