„Deutschland wird zusammen mit seinen Verbündeten die Ukraine und ihr Recht darauf, sich selbst zu verteidigen, so lange unterstützen, wie es nötig ist“, sagte Beutin bei einer Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in New York zur Lage in der Ukraine. Russland dagegen habe mit den jüngsten Angriffen erneut die unverfrorene Missachtung internationalen Rechts bewiesen.
Seit Monaten würden russische Diplomaten behaupten, dass sie Friedensverhandlungen anstreben, während Russland gleichzeitig Wohngegenden angreife, sagte Beutin. „Die Frage, die wir Russland stellen sollten, ist einfach: Wenn Russland ehrlich an einem Frieden interessiert ist, warum stimmt es dann nicht einer Waffenruhe zu?“
Viel internationale Kritik – Russland streitet ab
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko forderte bei der Sitzung, dass der diplomatische, wirtschaftliche und militärische Druck auf Russland erhöht werden müsse. Die Ukraine brauche dringend zusätzliche Luftverteidigungssysteme und Waffensysteme mit großer Reichweite, um Militäreinrichtungen in Russland angreifen zu können.
Russlands stellvertretender UN-Botschafter Dmitri Poljanski nannte die Sitzung „absurdes Theater“ und warf den westlichen Vertretern im Rat vor, „künstliche Intelligenz zum Schreiben ihrer generischen Statements“ zu nutzen. Russland greife militärische Strukturen in der Ukraine an und das Land nutze Zivilisten als menschliche Schutzschilde.
Ukraine meldet bei jüngsten Angriffen 25 Tote
In der Nacht zu Donnerstag hatte Russland schwere Angriffe geflogen, bei denen laut ukrainischen Angaben im Sicherheitsrat 25 Menschen ums Leben kamen. Russland hatte bei der Attacke mehr als 600 Kampfdrohnen sowie über 30 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte daraufhin Moskau jeglichen Friedenswillen abgesprochen.
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