• 4. April 2025

Von Kai Rebmann

Einst als Land des Wirtschaftswunders und als Exportweltmeister bekannt, leistet sich Deutschland heutzutage einen Wohlstand auf Pump. Gab schon die Ampel immer wieder Geld aus, das gar nicht da war und letztlich das Bundesverfassungsgericht auf den Plan gerufen hat, setzte die schwarz-rot-grüne Koalition mit dem Billionen-Schuldenpaket dieser verheerenden Praxis zu Lasten künftiger Generationen noch die Krone auf. Die Zeche zahlen auch dieses Mal wieder die Städte und Gemeinden, die die Belastungen ausbaden müssen, die ihnen vom Bund auferlegt werden.

Allein im vergangenen Jahr verzeichneten die Kommunen ein historisches Defizit in Höhe von 24,8 Milliarden Euro. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2023 lag dieses Minus bei „nur“ 6,6 Milliarden Euro. Die Schulden an der Basis sind also innerhalb eines Jahres um knapp das Vierfache (!) gestiegen. Zugleich ist dies der mit Abstand höchste Verlust seit der Wiedervereinigung.

Die Erklärung der Statistiker liest sich reichlich lapidar und könnte auch aus der ersten Schulstunde des Wirtschaftskundeunterrichts stammen: „Das Defizit in den Kernhaushalten wuchs, weil der Einnahmenzuwachs nicht mit dem starken Ausgabenwachstum Schritt hielt.“ Es lohnt sich also ein genauerer Blick insbesondere auf die Ausgabenseite.

Dort werden dann vor allem die Sozialleistungen als „Treiber“ genannt. Diese seien im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent auf zuletzt 84,5 Milliarden Euro gestiegen. Allein die kommunalen Leistungen nach SGB II (Bürgergeld inklusive Bildungspaket), zu denen insbesondere Leistungen für Unterkunft und Heizung gehören, seien demnach um 4,4 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro gestiegen.

Ausufernder Sozialstaat trifft auf Mini-Wachstum bei Einnahmen

Die Statistiker führen diesen Umstand auf die „Anpassungen“ der Regelsätze beim Bürgergeld zum 1. Januar 2024 zurück, verstecken den anderen Teil der Wahrheit aber zwischen den Zeilen eines tatsächlich sehr vielsagenden Satzes: „Die höheren Leistungssätze führten auch dazu, dass mehr Menschen solche Leistungen in Anspruch nehmen konnten.“

Es lohnt sich also nicht nur ein Blick auf die bloße Anzahl der Empfänger von Bürgergeld, sondern vor allem darauf, wer diese eigentlich als letzten Ausweg gedachte Sozialleistung bezieht. So bekamen etwa im Januar 2024 gut 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld – davon galten jedoch knapp 4,0 Millionen Euro als grundsätzlich erwerbsfähig.

Als zweiter Posten für das dicke Minusgeschäft der Kommunen fallen die Personalkosten der Kernhaushalte ins Gewicht, sowohl was die reinen Zahlen als auch den prozentualen Anstieg betrifft. Der Verlust der Städte und Gemeinden summierte sich hier im vergangenen Jahr auf 88,1 Milliarden Euro (plus 8,9 Prozent). Und auch hier sind es eben nicht nur die unvermeidlichen Tarifsteigerungen, die die Kosten in den Rathäusern explodieren lassen, sondern auch der „Personalzuwachs in verschiedenen Bereichen“, wie es in dem Bericht ausgedrückt wird.

Die gesamten Ausgaben in den Kernhaushalten der Kommunen beliefen sich im Jahr 2024 auf 362,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 8,8 Prozent entspricht. Neben einem immer weiter wachsenden Beamtenapparat und einem ausufernden Sozialstaat sind es also nicht zuletzt die fehlenden Einnahmen aus Gewerbesteuer (62,1 Milliarden Euro, plus 0,3 Prozent) und dem kommunalen Anteil der Einkommenssteuer 46,1 Milliarden, plus 2,1 Prozent) sowie Umsatzsteuer (7,6 Milliarden Euro, plus 0,7 Prozent), die die Kassen der Städte und Gemeinden belasten – und so zu einem weiteren Sinnbild der Wirtschaftskrise in Deutschland werden.

Im Dezember 2019 ging meine Seite an den Start. Heute erreicht sie bis zu 53,7 Millionen Aufrufe im Monat. Sie setzt Themen, die selbst große Medien nicht mehr ignorieren können.

Mein Ziel: 

Kritisch, unabhängig und furchtlos der Regierung und ihren Hofberichterstattern auf die Finger schauen – ohne Steuergelder, ohne Großspender, nur mit Herzblut, Idealismus – und vor allem: mit Ihrer Hilfe.

Ihre Unterstützung macht meinen Einsatz überhaupt erst möglich. Jede Geste, ob klein oder groß, zeigt mir: Mein Engagement – mit all den Herausforderungen und schlaflosen Nächten – wird geschätzt.

Das ist für mich nicht nur ein unermesslich wertvolles Geschenk, sondern auch eine große Motivation, weiterzumachen.

Von Herzen: Danke!

Der einfachste und billigste Weg, ohne jede Abzüge, ist eine Banküberweisung:
IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71.

Alternativ sind (wieder) Zuwendungen via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – allerdings werden dabei Gebühren fällig.

Über diesen Link

Mit noch höheren Gebühren ist über Umwege auch (wieder) Paypal-Bezahlung möglich:

Über diesen Link

BITCOIN-Empfängerschlüssel auf Anfrage

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut.

„UN-fähig“ in New York: Wie Merz Baerbock peinlich nach oben rettet – und was dahinter steckt

Eine Billion neue Schulden – gesamte Union knickt feige ein! Der Bückling des Jahres vor Rot-Grün

Merz & SPD hebeln Wählerwillen aus – der dreiste Coup gegen die Demokratie!

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shutterstock

Bitte beachten Sie die aktualisierten Kommentar-Regeln – nachzulesen hier. Insbesondere bitte ich darum, sachlich und zum jeweiligen Thema zu schreiben, und die Kommentarfunktion nicht für Pöbeleien gegen die Kommentar-Regeln zu missbrauchen. Solche Kommentare müssen wir leider löschen – um die Kommentarfunktion für die 99,9 Prozent konstruktiven Kommentatoren offen zu halten.

Mehr von Kai Rebmann auf reitschuster.de

Teile den Beitrag mit Freunden