Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 3,5 Punkte auf 58,2 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung von 58,6 Punkten gerechnet.
Mit Blick auf einzelne Komponenten des Konsumklima-Index trübten sich die Erwartungen der Verbraucher deutlich stärker ein als zuvor ermittelt. Die Beurteilung der aktuellen Lage hingegen fiel etwas weniger düster aus als in der ersten Berechnung.
„Die Einschätzung vieler Aspekte der Wirtschaft verschlechterte sich“, kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Die Kaufbedingungen für langlebige Güter seien auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gesunken, und die aktuelle persönliche Finanzlage habe sich wegen der zunehmenden Besorgnis über hohe Preise verschlechtert. Auch die Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsbedingungen und des Arbeitsmarktes seien zurückgegangen.
Die Inflationserwartungen der Verbraucher auf kurze Sicht stiegen auf 4,8 Prozent und damit weniger stark als vom Markt prognostiziert. Die längerfristigen Inflationserwartungen legten überraschend nur leicht auf 3,5 Prozent zu. Hier hatte der Markt mit einer Bestätigung der deutlich höheren Erstschätzung von 3,9 Prozent gerechnet.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
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