Leben und Arbeiten im Gleichgewicht

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Macht Arbeit nach Feierabend und stete Erreichbarkeit wirklich krank?

Ein schneller Blick in die Mails, kurz noch dem Chef antworten oder dem Kunden das Angebot weiterleiten – viele Dinge lassen sich dank smarter Technik fast immer und überall erledigen. Was für die einen purer Stress und einen Eingriff in das Privatleben bedeutet, ist für andere der Hauch von beruflicher Freiheit und Flexibilität. Anlässlich des Tages des Workaholics, der am vergangenen Samstag, dem 5. Juli begangen wurde, stellen ARAG Experten die Frage, ob es nicht auch ein Vorteil sein kann, wenn Beruf und Freizeit immer mehr miteinander verschmelzen.

Nach Feierabend abschalten oder nicht?
Laut einer repräsentativen ARAG Umfrage mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest sind 48 Prozent der befragten Arbeitnehmer nach Feierabend in dienstlichen Angelegenheiten nicht mehr zu erreichen ( hier geht es zu den Ergebnissen der Umfrage ). Feierabend und Wochenende gehören der Familie und die Freizeit wird der Erholung gewidmet. Eine Studie der Uni Kassel fand heraus, dass Angestellte im Schnitt bis zu 46 Minuten ihrer freien Zeit opfern, um beruflich zu telefonieren, für den Job im Internet zu surfen und ihre E-Mails zu checken. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigten, dass selbst die Menschen, die die ständige Bereitschaft als nicht schlimm empfinden, sich schlechter erholen.

Vertragliche Vorgaben zum Feierabend
Einige Unternehmen haben es sogar vertraglich festgeschrieben: Das Recht auf Unerreichbarkeit nach Feierabend. Dabei verpflichten sich leitende Angestellte, ihren Mitarbeitern nach Dienstschluss oder im Urlaub keine E-Mails zu schicken, um deren Freizeit zu schützen. Die ARAG Befragung ergab allerdings, dass knapp die Hälfte der befragten Arbeitnehmer solche Vorgaben nicht kennt und sie auch nicht vermisst. Ganz offensichtlich haben viele Mitarbeiter also ein entspanntes Verhältnis zu dienstlichen Anrufen oder E-Mails nach Feierabend oder nehmen sie zumindest unaufgeregt in Kauf.

Trendwende nötig
Globalisierung, individuellere Bedürfnisse der Mitarbeiter, neue Technologien, ein fortschreitender Wertewandel – die Zeit scheint überreif für flexiblere Arbeitszeiten und neue Karrieremodelle. Doch gerade hierzulande tun sich Unternehmen offensichtlich schwer, von ihrer Präsenzkultur abzuweichen. Es gilt: Nur wer viel im Büro ist, ist engagiert und erfolgreich. Und obwohl sich laut ARAG Umfrage mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer mehr Home-Office-Angebote wünschen, nimmt die Zahl der Heimarbeiter in Deutschland entgegen dem europäischen Trend wieder ab. Dabei ist nach Ansicht der ARAG Experten unerlässlich, dass Unternehmen, wenn sie Mitarbeiter langfristig an sich binden wollen, den Fokus auf deren private Bedürfnisse richten müssen.

Die richtige Balance
Ein Workaholic hat sie verloren, die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Er ist süchtig und lebt für seine Arbeit. Meist hat so eine Arbeitssucht ernste gesundheitliche Folgen: Erschöpfungszustände können sich einstellen, gefolgt von schweren Depressionen, Angstzuständen und Herz-Kreislauf-Störungen. Die Arbeitsbelastung wird wahrscheinlich künftig in den wenigsten Berufen weniger. Daher ist es umso wichtiger, einen Beruf zu wählen, der ruhig zu einem zentralen Teil des Lebens werden darf. Dann stehen die Aussichten gut, dass auch die ein oder andere berufliche E-Mail nach Feierabend die Balance zwischen Freizeit und Beruf nicht stört.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit 3.600 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden EUR.

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